Großmeister Ernesto A. Presas
Ernesto Amador Presas wurde am 20. Mai 1945 in der Küstenstadt Hinigaran auf der Insel Negros Occidental, Philippinen, geboren.
Im Alter von 8 Jahren begann er mit dem Training der Phillip. Kampfkunst, unter der Leitung seines Vaters José Presas, einem bekannten
Stockkämpfer seiner Generation. Großmeister Ernesto Presas ist ein vielseitig talentierter Mann. Er studierte Leichtathletik, Fußball
und Basketball. Sein Kampfkunst-Training ist eklektisch. Er hat folgende Grade der philippinischen Kampfkünste inne: Lakan Sampu (10. Dan)
Arnis, 10. Dan Mano Mano (Hand zu Hand Combat), 10. Dan Philippinische Waffen. Er ist ein anerkannt hochrangiger Experte in Judo,
Ju-Jutsu, Bo-Jutsu, Kendo, Tonfa, Sai, Balisong und Karate.
Als junger Mann war es sein Traum, die Kampfkunst, die so lange ein integrierter Teil der philippinischen Geschichte und Kultur war,
wieder einzuführen. Indes erkannte er, dass die Klassischen Systeme nur einen begrenzten Anreiz für jene boten, die in der modernen
Welt leben. Durch das Analysieren der Rahmenkonzepte der klassischen Systeme erneuerte er die ursprüngliche Kampfkunst in ein
komplettes effektives Kampfsystem, das sich an die Kampfkunst-Studenten in der heutigen Zeit wendet. Trotzdem wurde er mit einer
Gesellschaft konfrontiert, die fremde kulturelle Ikonen hoch schätzte, auch Kampfkünste.
Für Großmeister Presas war das Jahr 1970 ein Wendepunkt. Um die Kampfkunst zu erneuern, die auf den Philippinen verkümmerte,
begann er die philip. Kampfkunst an der Universität von St. Tomas und dem philip. Gymnasium zu unterrichten. Im gleichen Jahr wurde
er nach Japan eingeladen, um auf der Expo 70 die Kunst des Arnis vorzustellen. Herausgefordert, Arnis den bekannten Schwertstilen in
Japan gleichzustellen, erhielt er schnell den Respekt der japanischen Meister, die seine Kunst Filipino Kendo nannten. Wieder zurück in
Manila errichtete er seine Schule und gründete die Philippine Modern Arnis Association International und die Arjunken
(Arnis-Ju Jutsu-Kendo) Karate Association International, um offiziell die ursprüngliche Kampfkunst innerhalb der Philippinen verbreiten
zu können.
Seine Verpflichtung Kampfkunst zu lehren vergrößerte sich und umfaßte schließlich Klassen an der Universität von St.Tomas, der
Fernöstlichen Militär Akademie, Philippine National Polizei Akademie und der Phillippine Air Force Officer`s School.
Großmeister Presas hatte das Bedürfnis die philippinische Kampfkunst in der ganzen Welt zu verbreiten. 1975 gründete er die
Internationale Philippine Martial Arts Föderation. Von da an wurden der Presas Arnis Stil und Techniken auf breiter Front
angenommen, in Deutschland, Dänemark, Neuseeland, Saudi Arabien, Süd Afrika, Australien, Canada, Schweden, Indien,
Dom. Republik, Norwegen, Schweiz, Mexico und der USA. Er hat umfassend veröffentlicht. Großmeister Presas erforschte
unermüdlich über 30 Jahre hinweg die philippinische Kampfkunst, um seine systematische Annäherung der Anwendung des Arnis
Stiles in einen Hand-zu-Hand-Kampfstil, genannt Mano-Mano zu entwickeln.
1983 wurde er in einem deutschen Magazin vorgestellt. Gleichfalls im Juni 1991 in der Ausgabe des Inside Kung Fu wurde er mit der
Titelgeschichte vorgestellt: Ernesto Presas, der Vater des Mano-Mano. Im gleichen Jahr wurde er zur Budo Gala in Deutschland eingeladen,
einer Versammlung von respektierten und bejubelten Kampfkünstlern aus den verschiedenen Teilen der Welt. Mano Mano gewann die
Bewunderung vieler, was man der einzigartigen Filipino leere Hand Technik zuschreiben kann, die Großmeister Ernesto Presas eingeführt
und gezeigt hat.
Gegenwärtig reist Großmeister Presas durch die Welt, um die Filipino Kampfkunst zu verbreiten und in Seminaren, die er leitet, zu lehren.
Der Reihe nach haben zahlreiche Kampfkunst Schüler und Meister aus der ganzen Welt ihre Hochachtung bezeugt, indem sie
fortgeschrittenen Unterricht bei ihm auf den Philippinen genommen haben. Seine unendliche Verpflichtung und Unterfangen im Bereich
der Kampfkunst wurden belohnt durch den Erhalt am 06.08.1996 des Grandmaster`s Award in der Ruhmeshalle in Jacksonville, Florida, USA.